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Bahnhof Lette

Eisenbahnmuseum

Polizei am Zug

Neue Ausstellung zur Geschichte der Bahnpolizei im Museumsbahnhof Lette

Sicherheit gehört zu einem der menschlichen Grundbedürfnisse, gerade auch im Bereich der Bahn. Ein ca. 33.500 Kilometer langes Schienennetz mit etwa 5.700 Stationen ist der Aufgabenbereich der Bundespolizei. Sie soll auf dem Gebiet der Eisenbahn Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abwehren, die den Benutzern, den Anlagen oder dem Betrieb der Bahn drohen, und ggf. eingreifen. Da ist die „Polizei am Zug“. So lautet das Thema der neuen Jahresausstellung im Alten Bahnhof Lette (Kr Coesfeld), die am Sonntag um 15 Uhr eröffnet wird.

Aus seiner eigenen und der umfangreichen Uniformsammlung des Eisenbahnmuseums Lette sowie aus der Dokumentensammlung von Pater Daniel Hörnemann hat der 2. Vereinsvorsitzende Christopher Sparwel eine Ausstellung zur Geschichte der Bahnpolizei zusammengestellt. Bahnpolizeien gibt es, seitdem Eisenbahnen existieren. Die erste Bahnpolizei Deutschlands wurde 1836 in Bayern gegründet, ein Jahr nach Inbetriebnahme der ersten deutschen Eisenbahn Nürnberg-Fürth. Ihre Aufgabe war von Anfang an die Sicherstellung des Bahnbetriebes und der zugehörigen Anlagen sowie die Sicherheit von Fahrgästen und den transportierten Gütern. Unterhielten die ersten Privatbahngesellschaften Deutschlands noch eigene Polizeiabteilungen, so ging diese Aufgabe spätestens 1871 an die Länderbahnen bzw. 1921 an die neu gegründete Reichsbahn über.

Während der Zeit des Nationalsozialismus unterstand die Bahnpolizei der Befehlsgewalt des Reichsführers der SS Heinrich Himmler, blieb jedoch eine eigenständige Truppe. Sie wurde nach Kriegsende von den alliierten Siegermächten aufgelöst. Zur Sicherung des Bahnbetriebes wurde die Bahnpolizei 1946 deutschlandweit neu aufgestellt. In Westdeutschland existierte eine eigenständige Bahnpolizei bis 1992, als sie in den Bundesgrenzschutz und ab 2005 in die Bundespolizei integriert wurde. In der ehemaligen DDR war die sogenannte Transportpolizei paramilitärisch aufgebaut. Nach der Wende wurde sie am 30. September 1990 aufgelöst In der neuen Ausstellung werden Uniformstücke, dienstliche Unterlagen, Lehrbücher und Photodokumente präsentiert und zeigen einen Querschnitt aus dem großen Aufgabengebiet der Bahnpolizeien im In- und Ausland, die für Sicherheit und Ordnung bei der Eisenbahn sorgen sollen.

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