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Bahnhof Lette

Eisenbahnmuseum

Leseabend 2019

Absolut volles Haus beim „Weihnachtswunder am Bahnhof“ – Eisenbahngeschichten mit großer Zugkraft


Aus einem der Museums-Güterwagen mußten noch etliche Stühle herangeschleppt werden, so voll wurde es am 1. Adventssonntag, 1. Dezember 2019, im Bahnhof Lette. Bei der Menge an Besuchern und dem heißen Glühwein wurde es keinem Besucher kalt in der bis auf den allerletzten Platz besetzten historischen Güterabfertigung. Mit dem Glockenschlag auf ein Lokomotivläutewerk begann um 19 Uhr der seit 1994 traditionelle Leseabend. Für die rechte Stimmung sorgten die historischen Laternen, die erste Kerze auf dem Adventskranz, der Duft von Glühwein und Weihnachtsplätzchen. Zunächst wollten etliche Besucher genauer wissen, wie denn die Karbidlampen eigentlich funktionierten. Pater Daniel wußte zu erklären: Wenn ein entsprechender Wasserstrom sich aus dem Tank auf die Karbidsteine im untergeschraubten Topf ergießt, entwickelt sich Azetylen-Gas, das durch den Brenner geführt in strahlender Flamme leuchtet. In diesem Jahr stand die Lesung mit Eisenbahngeschichten aus der Weltliteratur unter dem Motto „Das Weihnachtswunder am Bahnhof“. Einem verwitweten Eisenbahner, der einsam auf einem verschneiten Stellwerk Dienst tat, bereiteten Kollegen mit ihren Frauen überraschend eine echte Weihnachtsfreude. „Makaber, aber lustig!“ riefen einige Zuhörer beim „Fliegenden Dackel und dem Orientexpreß“ aus. Pater Daniel Hörnemann las tragische und komische, düstere und lustige Geschichten aus der großen Welt der Eisenbahn vor. „Wir haben seit Jahren keinen Leseabend verpaßt!“ meinte ein Ehepaar. Der Humor kam genausowenig zu kurz wie die Besinnlichkeit. Die Truthahnjagd mit der Eisenbahn in Australien und so manches plattdeutsche Döhnken riefen großes Gelächter hervor. Die Möglichkeit belustigte alle, daß das Paradies darin bestehen könnte, daß der liebe Gott einem jede Märklin-Eisenbahn schenken würde, die man sich nur erträumen könnte. Die Zuhörer gingen gebannt mit bei der Erzählung von der Heimkehr eines Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft zu Weihnachten 1948 „Das Christkindl kam mit dem Güterzug“ und bei der Rettung eines Zuges durch einen brennenden Weihnachtsbaum, den die kleine Malina in höchster Not angezündet hatte. In der Pause des Leseprogramms nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Besuch der neuen Jahresausstellung „Polizei am Zug“. Eine Besucherin meinte „Sie müssen aber lange gesucht und gesammelt haben, bis Sie all die Geschichten zusammen hatten!“

Zum Glück gibt es freundliche Menschen, die den Vorleser immer wieder mit neuem Stoff versorgen. So wird es im kommenden Jahr sicher eine Fortsetzung geben.

Erst um 22 Uhr gingen im Bahnhof die Lichter aus. Im neuen Jahr findet am 5. Januar 2020 zwischen 11 und 16 Uhr die nächste (Modell-)Eisenbahnbörse statt.

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