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Bahnhof Lette

Eisenbahnmuseum

Anziehungskraft der Eisenbahn – Lichtbildvortrag im Eisenbahnmuseum Lette

Die Güterabfertigung im Alten Bahnhof Lette war sehr gut gefüllt mit interessierten jungen und alten Besuchern. 35 Besucher sahen sich hochinteressiert die Lichtbilder an, die Pater Daniel Hörnemann in einer Power-Point-Präsentation zeigte und erläuterte. Sie tauchten in die Eisenbahngeschichte Coesfelds und Umgebung ab 1875 ein. Vierzig Jahre nach dem Beginn des Eisenbahnzeitalters in Deutschland war nun endlich auch das Westmünsterland an das Schienennetz angeschlossen. Bei einem der älteren Photos rief eine Besucherin aus „Das ist ja mein Vater!“ Es handelte sich um den bereits 1938 verstorbenen Lokführer Theodor Görtzen. Bei anderen Motiven aus dem Bahnbetriebswerk Coesfeld ging die Debatte los, wie lang die dortige Drehscheibe denn nun tatsächlich gewesen sei und welche Loks noch darauf paßten. Mit der Baureihe 50 bei einer Länge über Puffer von 22,94 Metern war es kein Problem. Loks über 23 Meter Länge waren zu lang.

Pater Daniel spannte den Bogen der Eisenbahngeschichte von 1875 bis 2000. Exakt 202 Bildmotive wurden in 1 ½ Stunden präsentiert: Gebäude vom Schrankenposten bis zum Bahnhof, Luftaufnahmen der Betriebsanlagen, Sonderzüge in den Urlaub oder an die Front, Dampf- und Diesellokomotiven, Bilder aus Kriegs- und Friedenszeiten. Es blieben auch Wünsche offen, ein Besucher meinte „Die 78er hätte ich gerne noch abgebildet gesehen, die ist doch früher in Coesfeld gefahren!“ Doch nur was sich tatsächlich in der Sammlung findet, läßt sich auch zeigen. Dankenswerterweise haben über die Jahre viele Eisenbahner oder ihre Nachfahren Bildmaterial zur Verfügung gestellt, das auch der Nachwelt erhalten bleiben und gezeigt werden soll. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen stetigen Niedergang im Schienenverkehr. Das Westmünsterland mit Coesfeld war sogar in Gefahr, vom Schienennetz ganz abgetrennt zu werden. Mittlerweile gibt es jedoch im Personennahverkehr gute Anbindungen Richtung Münster, Gronau-Enschede, Dorsten und Dortmund. Nur die Strecken nach Bocholt und Rheine wurden abgebrochen und werden leider wohl kaum wiederbelebt. Auf diesen Schienenwegen kann man nur noch in der Erinnerung fahren, welche die Lichtbilder wachhalten.



Hier das zwar nicht superscharfe, aber sehr seltene Photo einer
preußischen Tenderlok um 1902 in Coesfeld, auf deren Führerstand die Tochter
sofort ihren Vater erkannte.

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