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Bahnhof Lette
Eisenbahnmuseum

Eisenbahnmuseum

Omas verrückte Weihnachtsreise
18. adventlicher Leseabend im Bahnhof Lette bei vollem Haus – Ungebrochene Faszination der Eisenbahngeschichten in Coesfeld-Lette.
Viele hatten sich schon darauf gefreut: Traditionsgemäß fand am 1. Advent der beliebte Leseabend im Alten Bahnhof Lette statt. Die Güterabfertigung war voll besetzt.
Um 19 Uhr begann die Reihe von Eisenbahngeschichten bei Glühwein, Petroleumlicht und historischen Karbidlaternen. Zum 18. Mal seit der Eröffnung des Eisenbahnmuseums 1994 las Pater Daniel Hörnemann in der weihnachtlich geschmückten Güterabfertigung lustige und besinnliche Geschichten rund um Eisenbahn und Weihnachten.
Den Reigen eröffnete die Vorschrift vom DWB = Dienst-Weihnachts-Baum. Auch die folgenden kurzen Humorepisoden erheiterten das Publikum. Ganz still wurde es bei den gespenstischen Eisenbahngeschichten, die P. Daniel aus dem Englischen übersetzt hatte: „Der Schnellzug zur Hölle“, „Ein Geist auf der Strecke“, „Ein Geister-Zugunglück“ und vom „Weihnachtszug“, dessen Lokführer Johansson wegen seiner schrecklichen Tat seit 1891 die Ewigkeit damit zu verbringen hat, den durch seine Schuld verunglückten Weihnachtszug an sein Ziel zu bringen. Witzige hoch- und plattdeutsche Geschichten wie vom Ersatzheizer Otto, vom Bahnpostfahrer, der in der Irrenanstalt landete und vom Schaffner „Ick heff dat Seggen“ lockerten die Atmosphäre wieder auf. Die Zuhörer gingen innerlich mit bei Geschichten aus der Nachkriegszeit „Schwarz geschlachtet“ oder der unheilvollen Begegnung eines Dackels mit dem Orient-Express. Größte Heiterkeit erzeugte die Geschichte von Oma Goosegog, die zu ihrem 100. Geburtstag erstmals mit dem Zug fuhr und ungeahnte Abenteuer erlebte. Der Leseabend bewies nach wie vor seine starke Anziehungskraft.
Damit die Wartezeit bis zum nächsten 1. Advent nicht zu lang wird, bietet die Internetseite des Eisenbahnmuseums unter www.bahnhof-lette.de jeden Monat eine neue Geschichte.
In der Pause machten die Besucher regen Gebrauch von der Möglichkeit, die neue Dauerausstellung Faszination: Kinder und Eisenbahn. Gegen 22 Uhr gingen im Bahnhof die Lichter aus – aber nicht für lange: Am 2. Adventssonntag (4. Dezember 2011, 11-16 Uhr) öffnet das Eisenbahnmuseum seine Pforten.
Dann besteht die Möglichkeit zum Besuch eines Eisenbahn-Adventsmarktes mit Modellbahnsachen, Eisenbahnliteratur und Originalteilen von der Bahn. Vereinsmitglieder bieten ihre Doppelstücke in der Güterabfertigung an. Das Museum ist mit seiner Ausstellung geöffnet, die Modellbahnanlage im Museumskeller ist in Betrieb.
